Fanszene Hessen

Elmar im Oktober 2006

Auf den Sitzplätzen der Haupttribüne finden sich vom Spielfeld aus gesehen auf der linken Seite diejenigen, die auf die eher italienische Art des Supports stehen, aber den Umzug der Ultras von dort auf die Gegengerade nicht mitvollzogen haben. Auf der rechten Seite der Tribüne wird eher der englische Stil des Supports bevorzugt, hier ist auch der Platz der einheimischen Hooliganszene. Auf der Stehplatz Gegengeraden, dem traditionellen Standort der Lilien Fans, finden neben den Ultras (nach ihrem Umzug dorthin im Sommer 2006) die meisten der Fanclubs ihren Platz, wobei da die Bandbreite von traditionellen Kuttenträgern bis zu Punkern geht.

In der gesamten Darmstädter-Szene herrscht ein antirassistischer Grundkonsens, eine große Rivalität herrscht gegenüber den Teams von Eintracht Frankfurt und Kickers Offenbach.

Die Fanszene des langjährigen Zweitligisten und jetzigen Regionalligisten Hessen Kassel hat ihre Treue gezeigt, als sie den Verein nach einem Konkurs in den 90er Jahren bis in die unterste Liga folgte. Die Szene wirkt allerdings etwas in der Zeit stehen geblieben, sie wird von traditionellen Fanclubs getragen. Kuttenträger sind stark vertreten, Ultras dafür ohne große Rolle.

Die Euphorie beim Durchmarsch durch die unteren Ligen schien etwas gebrochen, als der Verein in der Oberliga angekommen war und dort der rasante Aufstieg ins stottern kam. Die Anfeuerung im heimischen Auestadion wirkte oft unkoordiniert und die Zuschauerzahlen zuhause und die Zahl der Auswärtsfahrer schwankten stark.

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